Wenn das Zusammenspiel von Zunge, Lippen, Kiefer und Wangenmuskulatur gestört ist, wirkt sich das auf Schlucken, Aussprache, Zahnstellung und Atmung aus.
Myofunktionelle Störungen betreffen das muskuläre Gleichgewicht im Mund- und Gesichtsbereich. Häufigstes Merkmal ist ein falsches Schluckmuster, bei dem sich die Zunge beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne drückt, statt sich korrekt am Gaumen anzulegen.
Unbehandelt kann sich das auf die Zahn- und Kieferstellung, die Aussprache einzelner Laute (z. B. Lispeln) sowie die Nasenatmung auswirken. Deshalb arbeiten wir hier häufig eng mit Kieferorthopädie und HNO zusammen.
Kreuzen Sie an, was zutrifft. Der Kurzcheck dient nur der ersten Orientierung und ersetzt keine ärztliche oder logopädische Diagnostik.
Häufige Ursachen sind ein verlängertes Schnullern oder Daumenlutschen über das Kleinkindalter hinaus, vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln, die die Nasenatmung erschweren, eine allgemeine muskuläre Schwäche im Mundbereich oder ein verkürztes Zungenbändchen.
Auch nach kieferorthopädischen Behandlungen kann eine myofunktionelle Therapie sinnvoll sein, um ein neu erlerntes Schluckmuster zu stabilisieren.
Wir untersuchen Zungenfunktion, Lippenschluss, Atemtechnik und Schluckablauf und beziehen ärztliche bzw. kieferorthopädische Befunde mit ein.
Gemeinsam legen wir messbare Ziele fest, z. B. Schlucken ohne Zungenvorschub oder kräftigeren Lippenschluss.
In kleinen, intensiv wiederholten Übungseinheiten trainieren wir Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur, bis sich ein neues Bewegungsmuster automatisiert.
Regelmäßige Zwischenbefunde zeigen den Fortschritt und ermöglichen es, die Übungen anzupassen.
Oft in Begleitung einer kieferorthopädischen Behandlung, um Zahn- und Kieferfehlstellungen vorzubeugen oder deren Ergebnis zu stabilisieren.
Bei anhaltender Mundatmung, Schluckauffälligkeiten oder auf Wunsch der Kieferorthopädie auch nach abgeschlossenem Wachstum.
Ein falsches Schluckmuster übt über tausende Schluckvorgänge am Tag Druck auf die Zähne aus und kann Zahn- und Kieferfehlstellungen begünstigen oder eine kieferorthopädische Korrektur wieder rückgängig machen.
Myofunktionelle Therapie ist ein zentrales Anwendungsgebiet der Neurofunktionellen Therapie (NFT), die wir in unserer Praxis anbieten. Mehr dazu finden Sie auf unserer NFT-Seite.
Das hängt von der Ausgangssituation ab – meist einige Monate mit regelmäßigen Übungseinheiten, da neue Bewegungsmuster Zeit brauchen, um sich zu festigen.
Bei diesem Behandlungsfeld setzen wir häufig auch die Neurofunktionstherapie (NFT) ein – eine ursachenorientierte Methode, die gezielt an Bewegungsmustern im Mund- und Gesichtsbereich arbeitet. Mehr zur NFT erfahren
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