Normales Hörvermögen, aber trotzdem Schwierigkeiten, Gehörtes richtig zu verarbeiten, zu unterscheiden oder sich zu merken – das kann auf eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung hindeuten.
Bei einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) ist das Hörorgan selbst intakt – ein Hörtest fällt in der Regel unauffällig aus. Die Schwierigkeiten liegen in der Verarbeitung der gehörten Informationen im zentralen Nervensystem.
Das kann sich z. B. dadurch zeigen, dass ähnlich klingende Laute schwer zu unterscheiden sind, mündliche Anweisungen schnell wieder vergessen werden oder es in lauter Umgebung besonders schwerfällt, sich zu konzentrieren.
Kreuzen Sie an, was zutrifft. Der Kurzcheck dient nur der ersten Orientierung und ersetzt keine ärztliche oder logopädische Diagnostik.
Häufig liegt eine Reifungsverzögerung der zentralen Hörbahn zugrunde. Auch wiederholte Mittelohrentzündungen im Kleinkindalter, die vorübergehend das Hören einschränken, werden als möglicher Faktor diskutiert.
In vielen Fällen lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen – die gezielte Förderung der Wahrnehmungsleistung hilft aber unabhängig davon.
Nach Ausschluss einer peripheren Hörstörung (i. d. R. durch HNO/Pädaudiologie) erheben wir gezielt die auditiven Teilleistungen.
Wir legen fest, welche Bereiche trainiert werden sollen – etwa Lautunterscheidung, Merkfähigkeit oder Richtungshören.
In spielerischen Übungen trainieren wir gezielt Unterscheidungs-, Merk- und Aufmerksamkeitsfähigkeit im auditiven Bereich.
Wir erarbeiten gemeinsam Strategien für Zuhause und Schule, z. B. zur Reduktion von Störgeräuschen oder zur Strukturierung von Anweisungen.
Frühzeitig erkannt lässt sich die Wahrnehmungsleistung gezielt fördern, bevor schulische Anforderungen steigen.
Gerade bei Schwierigkeiten mit dem Lesen- und Schreibenlernen lohnt sich eine gezielte Abklärung.
Weil das Ohr selbst normal funktioniert. Das Problem liegt in der Verarbeitung der Höreindrücke im Gehirn, nicht im Hörorgan selbst – deshalb reicht ein klassischer Hörtest zur Abklärung nicht aus.
Nein, auch wenn sich Symptome wie Konzentrationsprobleme ähneln können. Eine sorgfältige Differenzialdiagnostik, ggf. mit weiteren Fachrichtungen, ist wichtig, um die richtige Unterstützung zu finden.
Kurze, klare Anweisungen, Blickkontakt beim Sprechen und das bewusste Reduzieren von Hintergrundgeräuschen helfen im Alltag – konkrete, individuelle Tipps besprechen wir gerne in der Therapie.
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis – wir freuen uns, Sie auf Ihrem Weg zu mehr Lebensqualität zu begleiten.